Der Traum von der ewig jungen Haut
23.März 2006
Es gibt bis heute keinen kosmetischen Artikel, der den Alterungsprozess umkehren oder beeinflussen kann.
Zweifelhafte Erfolge vermelden Dermatologen durch so genannte Schälkuren.
Die Hautärzte arbeiten hier auch mit scharfen Säuren, den so genannten AHA-Säuren oder der Retinsäure, die auch als Vitamin A bezeichnet wird. In der Kosmetik darf diese Säure nur in einer 0,001%igen Konzentration enthalten sein. Bei einer Schälkur ist die Konzentration hundertfach höher. Die Retinsäure kann zu starken Verätzungen führen. Von bleibenden Hautschäden wie Ekzemen oder Narben wurde mehrfach berichtet. Das Risiko trägt allein der Patient. Die Langzeitfolgenden dieser Therapie sind bis heute nicht dokumentiert.
Laut den Werbeversprechen können wir Schönheit aus der Tube kaufen – kombiniert mit Attraktivität, Vitalität und ewige Jugend. In jeder zweiten hautkosmetischen Werbung geht es um ein Produkt gegen Hautalterung und über den Rückgang von Falten. Angeblich verbessern diese Produkte die Hautelastizität und die Faltentiefe. Werden derartige Aussagen gemacht, müssen sie wissenschaftlich nachgewiesen werden. Diese ?wissenschaftlichen Beweise? sehen wie folgt aus:
Angebliche Beweise zur Faltenbeseitigung
In den Labors der Kosmetikfirmen werden durch Laser Silikonabdrücke von unbehandelter und behandelter Haut vermessen. Schon eine Veränderung von einem Hundertstel Millimeter darf als Beweis angeführt werden. Damit wurde die Gesetzesauflage erfüllt und dem Verbraucher können entsprechende ?Beweise? vorgelegt werden. Die kleinsten für das bloße Auge sichtbaren Fältchen haben jedoch eine dreifache Tiefe.
Angebliche Beweise der Wirkungen bei trockner Haut
Bei der Beweisführung von Behandlung einer trockenen Haut gehen Die Kosmetikfirmen ähnlich vor. Auch hierbei geht es um Unterschiede von 0,001 Prozent. Der wissenschaftliche Beweis sieht folgendermaßen aus:
Hierzu dient ein Test der Kosmetikindustrie, der anzeigt, wie viel Feuchtigkeit aus der Haut verdunstet. ?Glatte Haut lässt weniger Feuchtigkeit entweichen?. 12 Stunden nach Auftragen der Testcremes ? bei konstantem Raumklima ? wird gemessen, ob es eine Verbesserung gegeben hat. Wir wird diese Verbesserung nun erreicht?
Durch Einlagerung von Wasser und feuchtigkeitsbindenden Substanzen in der Hautoberschicht, die sich mit Feuchtigkeit voll saugen kann. Gleichzeitig wird ein Fett- oder Ölfilm auf die Haut gelegt, der die Verdunstung verzögert. Was bedeutet das nun für unsere Haut?
Durch Bindung der Feuchtigkeit an die Substanz wird der Haut Flüssigkeit entzogen ? die an die aufgetragene Creme gebunden wird. Die Haut selbst wird trockener als vorher. Die Haut kann nicht mehr atmen. Der auf der Haut liegende Film verhindert den aktiven Stoffwechsel der Haut. Schweißaustausch und Talgdrüsenproduktionen werden unterdrückt. Die gefährlichen Inhaltsstoffe wie Emulgatoren, Tenside und andere Gifte dringen über die Oberhaut in das Gewebe und lagern sich ein.
Ausdrucksweisen wie ?Dermatologisch getestet? oder ?von führenden Ärzten getestet? sagen nichts aus – weder über die giftigen Inhaltstoffe, noch über die Hautverträglichkeit.
Siehe auch hierzu unseren Artikel Wie öffentliche Meinung erzeugt wird
Die richtige Hautpflege bei trockener und empfindlicher Haut
Als erstes muss man wissen, dass die Regeneration der Haut nur durch das Nachwachsen der oberen Hautschicht erreicht werden kann. Eine gute Voraussetzung zur Aktivierung des Hautstoffwechsels stellt ? neben einer entsprechenden Hautpflege – eine regelmäßige Massage mit einer hochwertigen Gesichts-, Haar- oder Körperbürste dar.
Artikel gespeichert unter: Allgemein









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1. Maren | 31.März 2006 at 12:01
Bevor man sich Gedanken macht, was man auf die Haut schmiert (was nicht immer wirklich gut sein muss), sollte man seine Haut von innen mit allem versorgen, was gebraucht wird. Dazu geh?die Ern?ung und vor allem das ausreichende trinken von Wasser!!! 2-3 l t?ich sind minimum.
Man kann es ja mal mit einer Rosine vergleichen: Die war mal eine pralle Weintraube – voll mit Wasser. Als das weg war, war sie eine verschrumpelte Rosine. Man kann jetzt die teuerste Creme auf die Rosine schmieren, aber auch davon wird sie nicht wieder prall und rund. Wenn man das auf die Haut anwendet, ist schon viel gewonnen.
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