Abnehmen beginnt im Kopf

17.Juli 2006

Wenn der Körper abnimmt, die Psyche jedoch auf ?zu dick” programmiert bleibt, zeigen Diäten keinen bleibenden Erfolg. Beginnt die Diät jedoch im Kopf, kann Abnehmen nicht nur dauerhaft geschehen, sondern ziemlich mühelos!

Mirja M. wollte unbedingt schlank sein. Nachdem sie von ihren Brüdern im Teenageralter immer als ?Pummel” gehänselt worden war, ging sie dazu über, sich von Kaffee und Zigaretten zu ernähren und ab und zu mal etwas Schokolade. ?Das kann ja wohl nicht fünfzig Jahre lang so weitergehen”, dämmerte es ihr eines Tages. Da war sie 22 und stieß auf eine Methode, die ihr Leben verändern sollte.
Heute ist Mirja Ende dreißig. Wenn sie morgens um sechs aufsteht, ißt sie ein Brot mit Konfitüre und trinkt einen Kaffee. Dasselbe nochmals um acht Uhr, gefolgt von einem selbst geschroteten Müsli um zehn. Mittags gibt’s ein volles Essen ? beispielsweise Würstchen mit Kartoffeln and Salat, um vier Uhr begnügt sie sich mit einem Brötchen oder auch was Süßem und abends ? nein, da fastet Mirja nicht etwa, da ißt sie ein volles Essen: Beispielsweise Rahmschnitzel mit Nudeln und Gemüse, aber immer einen Teller, den andere Leute höchstens am Mittag zu vertilgen wagen.

Bei all dem ist Mirja heute dünner als zu Kaffee-und-Zigaretten-Zeiten, und das , obwohl sie nicht mehr raucht. Sie trägt bei einer Größe von 1.60 Metern Größe 34 bis 36, und seit über 15 Jahren hat sie niemals mehr mit schlechtem Gewissen gegessen oder gar auf Essen verzichtet. ?Es gibt doch nichts schlimmeres, als mit dem Mann schon auszugehen und sich dann auf der Karte das kleinste, kalorienarmste Mahl auszusuchen, von dem man dann mit schlechtem Gewissen höchstens zwei Drittel ißt.”

Mirja existiert tatsächlich und ist – nicht etwa eine Ausgeburt ausgeflippter Phantasie. Mirjas großes, erfolgreiches Aha-Erlebnis war ein Buch mit dem Titel ?Schlank durch positives Denken” von Sondra Ray (leider vergriffen). Im Vorwort schreibt sie dort: ?Durch den Versuch, zuerst den physischen Körper zu verändern, zaumen diese Menschen das Pferd von hinten auf. Ihr Körper läßt sich nicht von dem Bild trennen, das sie von sich selbst haben.

Ganz zuerst müssen Sie ein vollendetes, positives Bild von sich selbst entwickeln. Sie müssen mit sich selbst in Frieden leben, sich und andere mögen und sich liebevoll behandeln, statt zu bestrafen. Ihr Körper erhält seine Form nicht direkt von dem, was Sie mit ihm tun, also was Sie essen oder wie Sie trainieren. Ihr Korperselbst reagiert eher auf die Einstellung, die Sie ihm gegenüber haben. Sobald Ihr Selbstbild sich verbessert, können Sie damit anfangen, die innere Spannung zu reduzieren and Ihren Körper von seinem äußeren Fett zu befreien. Ihr Körper wird von Ihrem Geist beeinflußt, oder, mit anderen Worten, Ihr Geist herrscht immer über Ihren Körper.”

Tatsächlich erfordert es zuerst eine Veränderung im Denken ? und die Veränderung der Form wird folgen und vor allem dauerhaft bleiben können.

Wie der Kopf den Körper sabotiert

Betrachten wir einmal, was die meisten Frauen mit ihrem Körper heute anstellen:

  • Jedesmal, wenn sie essen, sorgen sie sich darüber, daß sie ihrem Körper jetzt wieder Kalorien zufahren, denn Kalorien bedeuten in unserem verqueren Denken heute automatisch Gewichtzunahme.
  • Ißt Frau etwas Kalorienreiches, gibt sie mit ihren Gedanken an ihren Körper ständig das Signal ?das macht mich dick” weiter. Der Körper reagiert folgsam und speichert das Gegessene als Fett.
  • Ißt Frau nur Salat und Gemüse, führt sie ihrem Körper eigentlich zuwenig Kalorien zu. Für den Körper heißt dies: Vorsicht, Hungersnot droht! Soviel speichern wie nur irgend möglich! Daher wirken Diäten oft nur in den ersten Tagen, worauf das Abnehmen plötzlich viel schwieriger wird ? und stellt sich bei der Rückkehr zu normaler Nahrung der Jojo-Effekt ein: Der Körper schaufelt nun ins Depot, was das Zeug halt, um bei der nächsten Hungersnot (= Diat) gewappnet zu sein.
  • Die Bekömmlichkeit und die segensreichen Wirkungen der Nahrung werden durch die stÄndig sie begleitenden schlechten Gedanken ebenfalls vermindert. Das Licht der Nahrung wird sozusagen durch unsere eigene NegativitÄt ?gedimmt”. Der KÖrper erhÄlt nicht wirklich, was er braucht und verlangt daher nach mehr.
  • Verspürt Frau jedoch noch häufiger Hungergefühle, haßt sie sich um so stärker für ihre
    vermeintliche Verfressenheit. Sie entwickelt eine ausgeprägte Feindseligkeit zum eigenen Körper, an dem sie nur Mangel und Unvollkommenheit wahrnimmt. Dabei ist der Körper nur der geschundene, leidende Diener eines außer Rand und Band geratenen ?Herrn”.Denn der Körper spiegelt das Wesen seines Bewohners wieder. Wie wir gesehen haben, neigt der masochistische Typ am ehesten zur Korpulenz: Also der gefühlstiefe, verletzliche, gutmütige Diener und Helfer, der niemals ?Nein” sagen kann ? außer zu sich selbst. Die Rundungen, die sein Körper sich zugelegt hat, rind im Grunde Schutzwalle vor den Verletzungen durch die Außenwelt, und solange nicht die Ursache dafür im Charakter des Menschen erlöst wird, wird auch das Fett nicht dauerhaft weichen.

    Wollen Sie wirklich dünn sein?

    Am Anfang eines jeden Vorsatzes, dünn zu werden, sollte also erst einmal der feste Wille stehen, ohne Schutzpanzer durchs Leben zu gehen. Ist das aber nicht gefährlich? Können wir das wagen? Werden wir dann noch wahrgenommen? Oder werden wir dann gar regelrecht überrannt von Angriffen durch das andere Geschlecht?

    ÜbergewichtSie sehen schon: Wer innerlich nicht am Punkt ist, sich aus dem Schutzwall herauszubegeben, der sollte sich einfach dazu durchringen können zu sagen ? ?Ich bin dick, na und?” ? und sich wohl fühlen damit. Denn natürlich sind dünne Menschen nicht besser als dicke, und ein dicker Mensch, der sich selbst voll und ganz akzeptiert, wird auch von seiner Umgebung angenommen werden. Die abschätzigen Bemerkungen , die Geringschätzung, welche dicke Menschen oft erfahren, sind meist ein Spiegel ihrer eigenen Geringschätzung sich selbst gegenüber.

    Verfallen Sie also nicht einfach dem überall (gerade jetzt im Frühjahr) gepredigten Diätwahn , sondern prüfen Sie sich ganz zuerst selbst: Will ich wirklich ein dünnes Ich sein? Oder habe ich das Gefiihl, ein dickes Ich reprasentiert mich wahrhaftiger? Wenn Sie die Entscheidung getroffen haben ? dann leben Sie sie tatkräftig und freudig. Seien Sie ein fröhlicher, tiefgründiger, mitfühlender, weiser dicke Mensch und sich Ihres ganz besonderen Wertes bewuBt.

    Isabella Rossellini, die Tochter von Ingrid Bergman und Roberto Rossellini, beispielsweise, liebt dicke Männer, weil ihr Vater dick war ? und weise und geistreich und gebildet. Für sie bedeutet daher Dicksein Muße zum Lesen und Studieren und Denken, während sie dünne Menschen eher mit Rastlosigkeit und Oberflächlichkeit assoziiert. Sie sehen also: Auch dicke Menschen sind gefragt. Sie müssen nur nicht sich selbst andauernd in Frage stellen.

    AbnehmenSollten Sie sich aber entscheiden, ein schlanker Mensch sein zu wollen, dann müssen Sie dies Ihrem Körper mitteilen. Geben Sie Ihrem Körperelementarwesen einen Namen und sprechen Sie mit ihm: ?Lieber Arnold, liebe Amanda (oder wie auch immer es heißt): Ich habe vor, mein Gewicht bis zu dem und dem Zeitpunkt auf so und so viele Kilos zu reduzieren . Ich bitte dich, alle Körperfunktionen entsprechend umzustellen, damit dies möglich wird. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, daß du einer Hungersnot ausgesetzt bist. Dies wird niemals eintreffen; du wirst immer genug zu essen haben. Ich möchte, daß wir Freunde sind, und daß ich in Zukunft essen kann, was ich will und dabei mein Zielgewicht niemals mehr aberschreite.”

    Schauen, wo der Hase im Pfeffer liegt

    So , jetzt haben Sie mal den ersten Schritt gemacht. Ihr Körper ist jetzt informiert und wird nicht anfangen, wie wild Vorräte anzuhäufen, wenn Sie mal weniger essen sollten.Schwieriger mag sein, sich selbst davon zu überzeugen, daß man schlank sein kann, ohne durch die entnervende Zeit einer Hungersnot gehen zu müssen und ohne lebenslang ängstlich Kalorien zu zählen.

    Da unser ?Fleischpanzer” oft mit Verletzungen zusammenhangt, die wir mal erlitten, müssen wir darangehen, diese Wunden zu heilen. Mirja folgte dem Rat von Buchautorin Sondra Ray und schrieb sieben Tage lang siebzigmal Vergebungssatze auf: Daß sie ihrem Vater vergibt, der sie nie zu Wort kommen lieB ? und so weiter. Einher ging ein Prozeß des Sich-Selbstvergebens für alle Fehler and Unterlassungen, die man begangen hat und derer man sich tief innen immer noch schuldig fühlt.

    Eine wunderbare Methode zum Heilen solcher Verwundungen ist auch die Methode des EFT, bei der die verschiedenen Meridiane beklopft werden ? erst mit dem ?Satz: Obwohl ich … (Problem benennen) habe/bin, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.” Danach beklopft man die Meridiane dann allein mit der Problembenennung.

    AbnehmenSie sehen schon: Abnehmen hat weniger mit körperlicher als mit geistiger Beweglichkeit zu tun. Wenn Sie Ihren Körper dauerhaft von seinem Schutzpanzer befreien wollen, kommen sie nicht umhin, vertiefte Selbstbetrachtung zu üben: Wovor soll mich der Panzer schützen? Weshalb esse ich zuviel (falls dies der Fall ist)? Als Liebesersatz? Gegen Einsamkeitsgefühle? Um Streß abzubauen? Weil ,ich mir ja sonst nichts gönne’? Haben Sie an Kilos zugelegt, weil die Kinder zu sehr an ihren Nerven zerren? Sie das Mobbing am Arbeitsplatz nicht ertragen können? Sich ganz allein durchs Leben kämpfen müssen und daher tief innen glauben, eine Art Rammbock sein zu müssen? Weil sie sich vor sexueller Annäherung schützen wollen? Weil es Ihrem miserablen Selbstwertgefühl entspricht, unattraktiv und daher nicht begehrenswert zu sein? Weil Sie sich müde und überfordert fühlen und glauben, von einem schlanken schlanken Menschen würde mehr erwartet, als zu leisten Sie sich für fähig oder willig fühlen?

    Weil Sie glauben, als dünner Mensch würden Sie für ein Leichtgewicht gehalten and nicht mit Ihrer ganzen Kraft und Stärke wahr- und ernstgenommen?

    Forschen Sie nach ? doch verlieren Sie sich nicht darin. Wissen Sie einfach: Wenn Sie dauerhaft schlank werden wollen, müssen Sie diese Blockade entfernen. Andernfalls bekennen Sie sich zu Ihrer jetzigen Gestalt and seien Sie glücklich damit.

    Wenn Sie jedoch abnehmen wollen, dann kömmen sie nicht umhin, die psychischen Ursachen Ihres Übergewichts ausfindig zu machen. Manchmal kann innere Schwere auch äußere Schwere verursachen ? wie bei Sue, einer Frau, die am Tag vor dem Erntedankfest ihren Mann verloren hatte and kurz darauf erfuhr, daß eine ihrer Töchter MS und die andere Krebs hatte. Sue litt innerlich sehr an all dem, zeigte dies äußerlich jedoch nie. Im Gegenteil, sie machte stets ein fröhliches Gesicht und übernahm Dienste für ihre Tochter, die sie konkret überforderten und zusätzlich streßten. Bei der EFT-Therapeutin lernte sie, die Wurzeln ihrer Problems wegzuklopfen, and eines Tages dämmerte in ihr die Erkenntnis, daß ihre innere Schwere mit ihrem schweren Körper in Verbindung stünde. Das war ihr ?Kuck-Punkt, von dem an sich alles änderte: Sie lernte, ihre wahren Gefühle zu äußern, gegenüber ihren Töchtern auch einmal Nein zu sagen und bisher Verdrängtes endlich anzuschauen and anzugehen.

    Roswitha Sacher, die mit den Körperelementarwesen arbeitet und diese auch sehen kann, bestätigt den Zusammenhang zwischen psychischer Konstellation und Fettleibigkeit. ?Ich kenne zwei sehr korpulente Frauen. Die eine sieht von innen aus, als ob sie einen aufblasbaren Overall trüge. Es gibt da einen Riesenraum, vergleichbar mit einer Höhle wo eigentlich nichts ist. Als ich das Körperelementarwesen danach befragte, sagte es: “Das braucht sie nicht. Wenn sie in sich begreift, daß sie keine Angst zu haben braucht, kann sie auch loslassen. Doch sie hat Angst, sich so zu sehen, wie sie ist. Wenn sie sich zu sich selbst durcharbeiten würde, dann werde das Fett wegschmelzen wie Schnee an der Sonne.” Als die Frau daranging, alte Glaubensmuster aufzubrechen, umzog und auch die Arbeitsstelle gewechselt hatte, nahm sie acht Kilo ab. Und als der ?Kennenlern-Prozeß” ins Stocken geriet, wieder fünf Kilo zu…

    Die zweite Frau hatte stets nur für die Arbeit gelebt, bis sie einen Herzinfarkt erlitt. All ihre Kreativität fand keinen Ausdruck ? außer, durch die Stauung , in überflüssigen Kilos. Auch diese Frau hat extreme Angst vor dem Loslassen und übt zu sehr das Festhalten. Hinzu komme noch die Angst ? ?was mache ich nur, wenn ich nicht mehr über mein Fettleibigkeit sprechen kann? Was mache ich mit all der Energie, die ich dann auf einmal hatte?”
    Sehen Sie sich schlank!

    Von zentraler Wichtigkeit beim ?mentalen” Abnehmen ist, daß Sie sich schlank denken und sehen ? und zwar allezeit. Elsye Birkinshaw rat in ihrem Buch “Denken Sie sich schlank ? Diatfrei abnehmen in 21 Tagen” (siehe Buchmarkt), dem Körper zuerst ein konkretes Ziel vorzugeben. Will man viel abnehmen, mag es hilfreich sein, dieses Ziel in drei Schritte zu unterteilen ? beispielsweise: Ich werde mein Gewicht bis in vier Wochen um vier Kilo verringern. In drei Monaten werde ich zusätzlich acht Kilo abgenommen haben, und in einem halben Jahr insgesamt 24 Kilogramm. Ich werde dann also noch … Kilo wiegen.

    Visualisieren Sie dabei ständig ihren künftigen, schlanken Körper. Hatten Sie früher einmal Idealgewicht, so holen Sie ein Foto
    aus jener Zeit hervor und kleben Sie es an den Kühlschrank. Gibt es das nicht, dann schneiden Sie einen ?Wunschkörper” aus einer
    Zeitschrift aus und kleben ein Porträt von Ihnen an die Stelle des Kopfes. Dies hilft, Ihren künftigen , idealen Körper zu visualisie-
    ren ? tagtäglich. Stellen Sie sich auch in Mußestunden vor, wie Sie aussehen werden. Steigen Sie nicht zu oft auf die Waage, denn die könnte Sie entmutigen. Bei allem, was Sie essen, sagen Sie sich: ?Alles, was ich esse, macht mich nur gesund und schön.”

    Sie können auch immer wieder sagen: ?Was immer ich auch esse, ich nehme davon nicht zu.” Was nun nicht bedeutet, daß Sie einfach gedankenlos auf Fast Food umstellen sollen. Denn wenn Sie wirklich mit Ihrem Körperelementarwesen zusammenarbeiten, werden Sie feststellen, daß es Ihnen leichter fällt, auf ungesunde Nahrung zu verzichten und statt eines Schokoriegels einen Joghurt essen zu wollen. Ihr Körper hat nämlich gesunde Bedürfnisse, und wenn Sie ihm das Zepter überlassen, werden sich Ihre ?Gelüste” in eine gesundere Richtung bewegen ? und werden Sie viel müheloser frei von Süchten wie der nach Kaffee oder nach Süßem werden.

    Eine bessere Zusammenarbeit mit Ihrem Körperelementarwesen wird auch mit sich bringen , daß Sie sich nach Bewegung sehnen. Das muß nicht unbedingt gleich ein Dauerlauf sein. Doch wenn Ihr Körper Ihnen sagt ? ?Spaziergang, bitte, bitte!” ? dann geben Sie ihm, was er braucht. Es sieht ihm zu ? und Sie atmen wenigstens in dieser Zeit einmal richtig schön tief durch.

    Bei Streß: Entspannen statt essen!

    Wenn Sie sich Ihrer wunden Punkte nicht per EFT-Technik entledigen mögen, mag es helfen, sich 21 Tage lang jeden Morgen und jeden Abend beim Blick in den Spiegel zu sagen: ?Ich mag mich selbst bedingungslos .” Der Satz dient der Selbstversöhnung und damit der ?Umprogrammierung” auf einen schlanken Körper. Denn solange Sie sich insgeheim feindlich gegenüberstehen, verhindert dies den vollen Erfolg des Mentalprogramms. Ein weiterer potentieller ?Verhinderer” könnte zu großer Streß sein. ?Bei einem Menschen, der unter extremem Streß steht, produziert die Nebennierenrinde eine erhöhte Menge an Kortison. Und wie Ihnen wahrscheinlich bekannt ist, bewirkt Kortison ein ?aufgedunsenes” Aussehen.

    Außerdem neigen gestreßte Menschen oftmals dazu ? als eine Art inneren Ausgleichs ? häufiger oder mehr zu essen, als sie es unter normalen Umständen tun würden” Birkinshaw nennt dies ?rituelles” Essen. ?Viele übergewichtige Menschen zeigen diese Verhaltensweise . Unter “rituellem Essen” verstehen wir in diesem Zusammenhang zwanghaftes Essen, das dem unbewußten Zweck dient, sich von angestauter Spannung, Angst oder anderen psychischen Belastungen zu befreien.”

    Ein gestreßter Mensch, der dauerhaft abnehmen möchte, muss also lernen, daß nur tiefe Entspannung ihm die innere Befreiung verschafft, die er in übermäßigem Essen sucht. Essen Sie also weniger, doch legen Sie sich nach dem Essen eine halbe Stunde hin. Wenn Sie es mögen, können sie dabei bewußt den Atem fließen lassen und von Kopf bis Fuß einen Bereich nach dem anderen los-lassen und entspannen. Haben Sie vollständige Entspannung erreicht, visualisieren Sie sich in Ihrem Wunschkörper. In diesem Zustand nimmt Ihr Körperelementarwesen die Idealvorstellung besonders gut an.

    Wie zerstörerisch ständiger Streß bei gleichzeitigem Bewegungsmangel sich auswirkt, zeigt Birkinshaw auf: ?Jede körperliche Tätigkeit baut das durch die Anspannung im Körper angesammelte Adrenalin wirkungsvoll ab. In jeder Streßsituation produziert die Nebennierenrinde nämlich eine erhöhte Menge dieses Hormons, das mit der Zeit ? wenn man nichts dagegen unternimmt ? die schwächsten Teile des Körpers angreift und zerstört.” Wenn Sie unter Streß stehen, müssen Sie diesen also irgendwie herauslassen? durch Bewegung oder indem Sie Ihre Wut auf ein Kissen schlagen. Viel besser ist es aber, durch konsequente Entspannungsübungen an einen Punkt zu kommen, an dem man sich gar nicht mehr so leicht stressen läßt ? oder aber, wenn nichts hilft, die Ursachen des Stresses zu beseitigen, so dies möglich ist.

    Sollten Sie, lieber Leser, liebe Leserin, nach diesem Artikel nun den Entschluß gefaßt haben, sich auf die Reise in einen schlankeren Körper zu begeben, dann packen Sie vor allem zweierlei in Ihren Rucksack: Verschwiegenheit und Beharrlichkeit. Reden Sie nicht mit anderen darüber, was Sie vorhaben ? deren Zweifel oder Lacheln könnte Sie sonst so sehr verunsichern , daß es nicht mehr gelingt. Vor allem aber: Bleiben Sie beharrlich. Geben Sie sich Zeit. Es mag ein Jahr dauern oder länger, doch wenn Sie einfach nicht aufgeben und auf allen Ebenen – emotional, mental und physisch – daran arbeiten, dann wird sich der gewünschte Körper einstellen, so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Viel Erfolg

(quelle: zeitenschrift.com)

Artikel gespeichert unter: gesunde Ernährung

bisher 5 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. berta  |  28.August 2006 at 16:28

    Abnehmen in Wellness Farmen ist hier gut geschildert: http://www.wellness-heaven.net/

  • 2. Micha  |  28.August 2006 at 23:45

    genau wie das nichtrauchen eigentlich auch im kopf beginnt!

  • 3. gabaretha  |  25.März 2007 at 02:59

    Jede Ver?erung beginnt im Kopf.
    Besonders wirksam ist es Ver?erungsw?he im entspannten Bewusstseinszustand und in der Gegenwartsform auszusprechen (Affirmationen).
    Besser und besser,
    Gaba

  • 4. Wellness  |  11.März 2008 at 17:56

    Was beginnt denn nich im Kopf. Es ist alles irgendwie eine Kopfsache, so nat?ch auch der Wille zum Abnehmen.

  • 5. PetraHenning  |  12.September 2008 at 15:31

    Das ist wahr, alles ist psychisches und man kann wirklich nicht abnehmen wenn man zu stressiert ist und sich andauernd wiegt Gruss

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