Obst und Gemüse sind reich an unterschiedlichen Vitaminen
28.August 2006
Obst und Gemüse sind reich an unterschiedlichsten Vitaminen. Doch bis sie auf dem Teller landen, sind sie oft um ein Vielfaches geschröpft. Denn beim Waschen, Zerkleinern, Garen und Warmhalten gehen die Vitamine verloren. Sogar das bloße Aufbewahren raubt Nährstoffe. Schuld an den Zerfallsprozessen sind Licht, Luft (Sauerstoff), Wasser und Hitze.
Da das Aufbewahren von Lebensmitteln, vor allem Obst und Gemüse, so heikel ist, empfiehlt es sich, häufiger einzukaufen und nur kleine Mengen zu lagern – kühl und dunkel, lautet die Devise! Denn die Vitamin-C-Menge etwa von Spinat verringert sich in zwei Tagen um 79 Prozent, wenn er bei 20 Grad Celsius herumliegt. Im Kühlschrank verliert er immerhin nur 33 Prozent.
Folgende Tipps helfen Vitaminverluste zu vermeiden:
Wer Obst und Gemüse aus der Region kauft, geht sicher, dass es keinen langen, vitaminraubenden Transportweg hinter sich hat. Wie hoch der Gehalt an Vitalstoffen letztendlich ist, hängt außerdem vom Klima, Bodenbeschaffenheit, Sorte, Düngung und Reifegrad ab. In der Frage, welche Vitalstoffmengen Obst und Gemüse heute noch enthalten, gehen die Meinungen auseinander. Meist liegt ein drohender Mangel an Vitalstoffen jedoch nicht daran, dass sich in Obst und Gemüse vielleicht weniger Vitalstoffe finden als früher. Zu einer Unterversorgung kommt es heute meist, weil viel zu wenig Obst und Gemüse gegessen wird.
Es ist ratsam, Gerichte kurz vor dem Verzehr zu kochen und nicht über längere Zeit warm zu halten. Das Beste ist: schnell abkühlen lassen und bei Bedarf erneut erhitzen. Auch eine schonende Zubereitung ist wichtig. Dünsten, Grillen, Garen in Alu- oder Bratfolie, im Tontopf, im Dämpfeinsatz, im Schnellkochtopf oder Braten im Wok schonen die Nährstoffe. Es ist ratsam, auf knappe Garzeiten zu achten, wenig Kochwasser zu verwenden und es nicht ungenutzt wegzuschütten.
Beim Putzen von Obst und Gemüse gilt: so wenig wie möglich wegschneiden. Denn die Schale enthält oft reichlich Vitamine und oft auch Mineralstoffe. Gutes Waschen vor dem Verzehr ist allerdings ratsam, denn meist sind Obst und Gemüse mit Pflanzenmitteln behandelt.
Die Mehrzahl der Vitamine ist wasserlöslich. Badet Obst und Gemüse zur Reinigung zu lange im Wasser, lösen sich darin auch die Vitamine auf. Daher: nur so lange wässern, wie nötig.
Zerkleinerte Lebensmittel lassen viel Luft und Licht an die Vitamine, was ihnen nicht gut tut. Wer die zerkleinerten Lebensmittel schnell verwendet, begrenzt den Schaden.
Wer auf konserviertes Obst und Gemüse zurückgreifen möchte, sollte sich für eingefrorene Produkte entscheiden: Sie enthalten mehr Vitamine als Konserven, die oft stark und lange erhitzt werden. Ein Beispiel: Eine Portion Bohnen, die in der Dose im Schnitt zwei Milligramm Vitamin C enthält, besitzt als Tiefkühlgemüse immerhin 15 Milligramm. Tiefgefrorenes Gemüse sollte man garen, ohne es aufzutauen. Trockenobst enthält im Prinzip die Vitalstoffe, die sich auch in den frischen Früchten finden. Der Gehalt an Vitaminen ist jedoch geringer. Sie sind reich an Zucker und liefern daher reichlich Energie.
Obst- und Gemüsesäfte können höchstens eine der empfohlenen fünf Obst- und Gemüseportionen ersetzen. Säfte werden zu 100 Prozent aus Gemüse beziehungsweise Obst hergestellt. Weniger geeignet sind Nektare oder gar Fruchtsaftgetränke. Nektare entstehen, wenn man Säften Wasser und Zucker zusetzt. Fruchtsaftgetränke müssen nur eine geringe Menge an Fruchtsaft enthalten
Artikel gespeichert unter: gesunde Ernährung









bisher 6 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben
1. matze | 30.August 2006 at 14:16
gut zu wissen, danke. ich brauche jetzt gaaanz ganz viele vitamine, weil ich total erk?et bin. kein wunder bei diesem sauwetter
2. Thomas | 22.Januar 2007 at 00:59
Aber auch reich an Pestiziden. Die habe ich bei ZDF-Info in einem Beitrag gesehen. Am meisten betroffen sind Fr?e aus dem Ausland.
3. Thomas | 22.Januar 2007 at 01:12
Bei Trauben soll es am schlimmste sein. Da denk mal tut sich was gutes und dann sowas.
http://www.sunset-networks.de
4. Ringana | 28.Mai 2007 at 15:17
Die N?stoffmengen von Obst sind auch abh?ig von der Lagerzeit. ?fel aus Neuseeland enthalten nur noch 40% der urspr?ichen Vitamine. Manche Vitamine wie z.B. das wichtige Vitamin K sind sogar komplett verschwunden, weil es extrem lichtempfindlich ist. Die Pestizide schw?en das Immunsystem enorm. Diese freien Radikalen belasten unseren Organismus mehr als das sie ihm n?n, weil sie oft schon den Antioxidantien in Obst mengenm?g ?legen sind. Und Bio ist auch nicht immer gleich Bio.
5. Wolfgang Bodensteiner | 05.Januar 2008 at 14:07
Ist Saft gleich Saft?
Im klassischen Handel unterscheidet man verschiedene Qualit?stufen. Die
niedrigste Stufe sind Fruchsaftgetr?e, welche 6% bis 30% Frucht enthalten.
Fruchtsaftgetr?e enthalten u. a. Wasser, Zucker, S?offe , Aromastoffe und
k?liche Vitamine. Die Zutatenliste ist lang…….. Dann gibt es Fruchtnektare.
Diese enthalten 25% bis 50% Frucht und enthalten ebenfalls Wasser, Zucker und
eine Reihe an versch. Zutaten. Des Weiteren gibt es den so genannten Konzen-
tratsaft. Hier wird den Fr?en am Ort der Ernte das wertvolle Fruchtwasser
entzogen. Am Ort der Vermarkung wird dann wieder Wasser zugesetzt und u.a.
einige Farb – u. Aromastoffe, damit der Saft jahrein und jahraus den gleichen
Geschmack aufweist, an den sich der Verbraucher gew? hat.
Die nat?chste Variante bei S?en ist der Direktsaft. Direktsaft besteht zu 100%
aus Frucht. Direktsaft wird ohne Umwege direkt aus der Frucht gewonnen und
im Idealfall nichts hinzugef? Trotzdem d?n laut einer EU-Richtline bis max.
15g Zucker pro Liter als Korrekturzuckerung zugegeben werden. Dies ist nicht
deklarationspflichtig! Ausschlie?ich bei dem Hinweis “ohne Zuckerzusatz” kann
man sicher sein, dass kein zus?licher Zucker im Saft ist.
Nahezu alle Direkts?e von exotischen Fr?en werden nicht vor Ort in die End-
verpackung wie z.B. Tetrapack oder Glasflaschen abgef?, sondern vorerst in
gro? K?Container bzw. Tanks abgef? und so nach Europa zur Weiterver-
arbeitung importiert. Dies beeintr?tigt die Qualit?enorm.
Speziell bei Ananass?en in Flaschen und Tetrapacks ist immer wieder die Rede
von Rezepturen, was deutlich macht, dass Ananass?e in solchen Verpackungen
haltbar machende Zus?e (sogenannte Rezepturen) ben?en. Viele chemische
Stoffe zur Haltbarmachung m?n bis heute leider nicht deklariert werden.
Ananassaft im Supermarkt ist aber billiger…
Wer genau hinschaut, stellt schnell fest, das Ananassaft im Supermarkt meistens
als Fruchtsaftkonzentrat oder als Fruchtsaftgetr? angeboten wird. ( siehe oben
“Ist Saft gleich Saft?”). Damit ist klar, dass diese Produkte mit nat?chem Saft
nichts mehr gemeinsam haben. Ausschlie?ich an der Bezeichnung Direktsaft
erkennt man, dass ein Saft ohne Umwege direkt gepresst und abgef? wurde.
Auch hier sollte man aber genau hinschauen. Viele Direkts?e werden mit
synthetischen Vitaminen angereichert. Auf dem Etikett steht dann beispielsweise
“angereichert mit Vitamin C”. Das deutsche Recht verlangt, dass hundert Milliliter
oder Gramm eines Lebensmittels mindestens 15% des Tagesbedarfs an einem
Vitamin decken muss, damit dies der Anbieter aufs Etikett schreiben darf.
Deshalb werden den S?en k?liche Vitamine zugegeben, damit der Hersteller
die Werbung mit dem “Tagesbedearf” nutzen kann. Hinzu kommt der Aspekt,
dass ausschlie?ich konventionelle Fr?e verwendet werden.
Mehr Info: bodensteiner@online.de
6. PetraHenning | 12.September 2008 at 15:24
Danke fuer den tollen Beitrag, ab jetzt werde ich aufmerksamer sein
was und wieviel ich esse !
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