Diagnose Krebs
13.Juli 2007
Es gab Zeiten, da wurden Menschen wie Birgitt Stark mit einer Krebserkrankung nicht in eine Versicherung aufgenommen, bzw. Krebs war einfach nicht versicherbar. Diese Zeiten sind wahrlich vorbei. Leider ist der Grund, dass sich Krebs als Zivilisationskrankheit etabliert hat. In seiner Vielfältigkeit lässt Krebs nichts zu wünschen übrig. Allerdings haben sich auch die Methoden, dagegen anzugehen, geändert. Von novellierten klassischen Methoden bis zu alternativen Methoden ist das Angebot, doch wieder gesund zu werden, inzwischen sehr vielfältig. Auch wenn sich die Schulmedizin nach wie vor vehement gegen reine Naturheilverfahren wehrt, hat sie ob der gerätemedizinischen Möglichkeiten Vorteile erkannt und nutzt diese auch.
Konventionell oder komplementär?
Die alten Standardtherapien, die bei Krebs eingesetzt werden, nennen sich die ?drei Säulen” der Krebstherapie: Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie.
Die Chemotherapie hat in der Krebsbehandlung den breitesten Anwendungsbereich. Dabei hat sie entweder die Heilung zum Ziel oder soll die Ergebnisse einer Operation oder Bestrahlung verbessern. Die eingesetzten Medikamente sind Chemotherapeutika oder Zellgifte (Zytostatikal. Unter einer Chemotherapie wird die Teilung der Zelle auf unterschiedliche Weise blockiert, wodurch diese abstirbt. Leider trifft die chemotherapeutische Behandlung neben den Tumorzellen vor allem auch das Immunsystem, den stärksten und natürlichsten Gegner des Krebs.
Da sich erkrankte Zellen bei einer Krebserkrankung öfter teilen als die normalen Körperzellen, werden bei jeder Chemotherapie-Sitzung mehr Krebszellen als gesunde zerstört. Zytostatika werden häufig untereinander kombiniert eingesetzt, in der Hoffnung, die Zellen auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu schädigen. Das Versagen der Chemotherapie bei vielen Krebsformen beruht darauf, dass sie nur diejenigen Zellen schädigt, die sich in der Teilung befinden. Ruhende Zellen werden nicht davon beeinflusst.
Werden Tumorzellen durch Chemotherapie agressiver?
So bleiben bei jedem Chemotherapie-Zyklus einige Tumorzellen übrig, die resistent gegen Chemotherapeutika sind und dann besonders aggressiv weiterwachsen.
Bei der Strahlentherapie wird auf die Strahlenempfindlichkeit der Krebszellen gesetzt. Sie ist nur einigermaßen punktgenau, so dass auch gesunde Zellen in Mitleidenschaft gezogen werden. Fachärzte setzen die Bestrahlung in zwei Weisen ein.
- Die Teletherapie beschießt den Krebstumor von außen mit Gammastrahlen und Röntgenstrahlen. Hierbei werden die Strahlen durch einen sogenannten Beschleuniger gezielt in das bösartige Gewebe geschossen. Viele kleine tägliche Einzeldosen über mehrere Wochen sollen hier zur Verkleinerung, Bremsung und zur Heilung der Krebskrankheit führen.
- Die Brachytherapie bekämpft den Tumor von innen. Kleinste strahlende Partikel werden in den Tumor verbracht und sollen ihn dort zerstören. Das Afterloadingverfahren nimmt diese Strahlenquellen im Anschluss wieder aus dem Körper, wogegen das Implantationsverfahren die strahlenden Partikel, Seeds genannt, im Tumor belässt. Vorteile der Strahlentherapie sollen vor allem in der Erhaltung des gesunden Gewebes liegen. Allerdings gelingt das nur, wenn wirklich punktgenau bestrahlt wird; leider eine Ausnahme. Letztendlich, wenn es Lage und Größe des Krebstumors zulassen, wird dieser schlicht chirurgisch entfernt. Erfolgsaussichten hat eine Operation aber nur, wenn der Tumor wirklich auf ein Organ beschränkt ist.
Gesunde Psyche ? gesunder Mensch
Inzwischen ist allerdings längst erkannt, dass der Gesundungsprozess eines Patienten wesentlich durch seinen emotionalen und psychischen Zustand beeinflusst wird.
War eben noch zusätzlich zu den ?drei Säulen” die psychoonkologische Beratung zwingend notwendig, um die Kraftquellen des Patienten wieder zu erschließen und zu stärken, verlegt man sich heute in der Schulmedizin oft auf eine komplementäre Krebstherapie, die sanfter mit dem Menschen umgeht. Man kann sogar sagen, dass die komplementäre Therapie die vierte Säule insgesamt darstellt. Bis Mitte der 80er Jahre wurde jedoch in deutschen medizinischen Hochschulen noch dogmatisch die These vertreten, dass es keine körpereigene Krebsabwehr gäbe.
Die Kombination der beiden Methoden ermöglicht nicht nur eine Verbesserung der Lebensqualität, sondern auch eine Verbesserung des Ansprechens der Behandlung und die wesentliche Verringerung der Nebenwirkungen der aggressiven, tumordestruktiven Therapie. Eine adjuvante Immuntherapie sollte grundsätzlich in Erwägung gezogen werden, um Tumorvergrößerungen, Rezidive und Tumorstreuungen prophylaktisch zu beeinflussen.
Konventionelle Verfahren der Krebstherapie beeinflussen den Prozess der Erkrankung, unkonventionelle Verfahren beeinflussen den Prozess der Gesundung.
Folgende geprüfte und erprobte Therapieverfahren können unter komplementärer Behandlung zusammengefasst werden:
- Stoffwechselaktivierung über Ernährung:
- Psychische Wegbegleitung
- Körperliche Aktivierung
- Antioxidantien: Vitamine, Spurenelemente, Enzyme, Gluthation, Melatonin
- Immunmodulation (Misteltherapie)
- Organotherapie (Thymuspeptide,
- Xenagene,
- Peptide,
- Organlysate,
- Sauerstoff-Ozon-Therapie,
- Mikrobiologische Darmtherapie,
- Orthomolekulare Medizin,
- Hyperthermie
Zu betonen ist auch die prinzipielle Möglichkeit der Destruktion von Tumorgewebe durch fokussierten Ultraschall (Tumorablation), wobei die Metastasenzahl signifikant reduziert werden kann.
Im Rahmen der interdisziplinären Tumorbehandlung am Marien-Hospital Düsseldorf konnten verschiedene Tumoren – statt oder ergänzend zur Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie – mittels radiologisch-interventioneller Methoden zerstört werden. Hierzu werden dünne Sonden oder Katheter unter örtlicher Betäubung in den Körper eingeführt und mit Hilfe radiologischer Verfahren millimetergenau an den Tumor heran gesteuert. Durch Erhitzung mittels Laser, Radiofrequenz, Injektion von tumorabtötenden Substanzen oder Verstopfung der Blutgefäße des Tumors wird dieser abgetötet. Je nach Tumorart und -Lokalisation wird das für den Einzelfall optimale Verfahren eingesetzt:
- HITT (Hochfrequenz interstitielle Thermotherapie): Erhitzung des Tumors durch Radiofrequenzwellen. Bei Lungenkrebs, Nierenkrebs, Metastasen in Leber, Knochen, Lunge.
- LITT (Laser-induzierte interstitielle Thermotherapie): Erhitzung des Tumors mittels Laserstrahlen: Bei Metastasen in der Leber.
- TACE (transarterielle Chemoembolisation): Injektion von Chemotherapie und gefäßverstopfenden Partikeln in die Blutgefäße des Tumors. Bei Leberkrebs, Lebermetastasen Che moperfusion – Injektion geringe Mengen Chemotherapeutika in hoher Konzentration direkt in die Blutgefäße des Tumors. Bei Brustkrebs Unterleibskrebs (Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhals krebs), Mastdarmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs.
- PEI (perkutane Äthanol Injektion; Injektion von konzentriertem Äthanol über feinste Nadeln direkt in den Tumor: Leberkrebs.
Die genannten Therapien ergänzen und erweitern die konventionellen Therapien und sind im Prinzip für alle Patienten geeignet. Sie bieten auch die Möglichkeit, die Lücke, die nach einer abgeschlossenen klinischen Behandlung und den Nachsorgeuntersuchungen entsteht, schließen und das Fortschreiten bzw. die Rückfallrate des Tumors zu beeinflussen.
Wichtig bleibt aber immer:
Reden Sie mit Ihrem behandelnden Arzt
Quelle Matrix-Magazin
http://www.michaelsverlag.de/index.php?action=liste&pg_id=48
Artikel gespeichert unter: Krebs









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1. Diagnose Krebs - Medizin | 11.Oktober 2007 at 08:07
[...] Es gab Zeiten, dort wurden Menschen von Birgitt Stark mit einer Krebserkrankung nicht in eine Versicherung aufgenommen, bzw. Krebs war mühelos nicht versicherbar. Diese Zeiten sind wahrlich vorbei. Leider ist der Grund, dass sich Krebs qua Zivilisationskrankheit etabliert hat. In seiner Vielfältigkeit lässt Krebs nil zu wünschen übrig. Allerdings zu sich ziehen sich selbst die Methoden, dagegen anzugehen, geändert. Von novellierten klassischen Methoden solange bis zu alternativen Methoden ist dies Angebot, doch wieder vollwertig zu werden, inzwischen sehr vielfältig. Auch wenn sich die Schulmedizin zu z.B. vor vehement gegen reine Naturheilverfahren wehrt, hat sie ob der gerätemedizinischen Möglichkeiten Vorteile erkannt und nutzt ebendiese auch. » Weiter Lesen [...]
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