Fleisch erhöht Diabetes-Risiko

28.Dezember 2009

Kürzlich schrieb Dagfinn Aune von der Universität Oslo einen Bericht, welcher in der Zeitschrift Diabetologia veröffentlicht wurde. Dieser basiert auf Ergebnissen von zwölf Studien, in denen Geburtsorte zusammengefasst und bezüglich dem Vorkommen von Schwermetallen in Lebensmitteln näher untersucht wurden. In diesen Studien wurde herausgefunden, dass ein übertriebener Konsum von weiterverarbeitetem Fleisch unter Umständen das Risiko einer Erkrankung an Diabetes Typ 2 um bis zu 41 Prozent erhöhen kann.

Diese neue Meta-Analyse wurde unter der gemeinsamen Zusammenarbeit der Länder Norwegen und den USA geleitet. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass ?ein zu hoher Konsum verschiedener Sorten Fleisch das Risiko einer Erkrankung an Diabetes um bis zu 17 Prozent erhöhen kann. Ein noch erschreckenderes Ergebnis wurde bei der Untersuchung von rotem Fleisch und bereits verarbeitetem Fleisch ermittelt: deren Verzehr erhöhen das Diabetes-Risiko sogar um 21 bzw. 41 Prozent.?

Eines der grundlegenden Ziele dieser Studie war es, die Ungereimtheiten von zuvor durchgeführten Studien aufzuklären. In diese Studien wurde bereits herausgefunden, dass sowohl positive als auch negative Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Fleisch und dem erhöhten Risiko der Erkrankung an Diabetes Typ 2 bestehen.?

Barry Popkin von der Universität des US-Bundesstaates North Carolina beschrieb die Studie als ?herausragend? und ergänzte anschließend, dass, diese Analyse die Absichten, die in anderen großen Untersuchungen und Studien im Vordergrund standen, im Punkt der nachteiligen Auswirkungen von übermäßigem Konsum an Fleisch zum wiederholten Male aufgreift?.

Das erhöhte Risiko der Diabeteserkrankung auf Grund des Verzehrs von bereits verarbeitetem Fleisch kann mit dem Benutzen von Nitraten als Konservierungsstoffe innerhalb der Verarbeitungskette in Verbindung gebracht werden. Andere Studien belegen, dass Nitrate eine Toxizität der Beta-Zellen verursachen. Beta-Zellen wiederum sind im menschlichen Organismus an der Produktion von Insulin beteiligt. Die Folge ist also, dass diese Zellen in ihrer Fähigkeit der Produktion von Insulin blockiert werden, da die zugeführten Nitrate deren Toxizität hervorrufen.

Innerhalb tierischer Vergleichsstudien wurde bewiesen, dass bereits kleine Mengen von Nitrosamin eine Erkrankung an Diabetes Typ 2 verursachen kann. Nitrosamine ihrerseits werden durch das Aufeinandertreffen von Nitraten mit Aminosäuren im Magen produziert.

Frühere Studien haben bereits belegt, dass der Verzehr von mit Schwermetallen verseuchten Nahrungsmitteln negative gesundheitliche Konsequenzen für unseren Organismus mit sich bringt. Aus diesem Grund warnt das Amerikanische Institut für Krebsforschung (US National Cancer Institute, NCI), dass der übertriebene Konsum von rotem und bereits verarbeiteten Fleisch das Risiko der Erkrankung an Lungen- und Kolorektalkrebs um bis zu 20 Prozent erhöhen kann.?

Weiterhin sagen Berichte der Weltweiten Krebsforschungseinrichtung (World Cancer Research Fund) aus, dass eine direkte Verbindung von der Erkrankung an Krebs nicht nur mit dem Konsum von Alkohol, sondern auch mit dem Verzehr von roten und bereits verarbeiteten Fleisch besteht. Außerdem haben Forscher dieser Vereinigung herausgefunden, dass die Konsumenten von rotem und verwertetem Fleisch mit dem Verzehr dieser Lebensmittel gleichzeitig ihren vorzeitigen Tod riskieren.

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