Übersäuerung und Krebs
Im Volksmund ist häufig zu hören, dass der Konsum von Milchprodukten wichtig für den Aufbau gesunder Knochen sei, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Dies ist nur insofern richtig, da in Milchprodukten Calcium vorhanden ist, das tatsächlich für den Knochenaufbau benötigt wird. Calcium ist jedoch nicht nur in der Milch enthalten, sondern auch in hohem Maße in grünem Blattgemüse, in Mandeln, Sesam und getrockneten Feigen.
Übermäßiger Konsum entmineralisiert
Vor dem übermäßigen Konsum von Milchprodukten sollte man sich jedoch hüten: In der Praxis trägt ein zu hoher Milchkonsum zu einer Übersäuerung des Körpers bei. Diese Übersäuerung führt wiederum zu einer Entmineralisierung der Knochen und kann dadurch zu vielerlei verschiedenen Krankheiten führen. Am bekanntesten ist in diesem Zusammenhang die Osteoporose. Doch wie kommt es zu einer Entmineralisierung?
Die pH-Werte
Der Säuregehalt im Körper wird mittels der pH-Skala und der pH-Werte bewertet. Die Zahl 7 bezeichnet auf der pH-Skala einen neutralen Wert. Alle Werte über 7 werden als alkalisch bezeichnet, alle Werte unter 7 als sauer. Das gesunde menschliche Blut hat im Idealfall einen konstanten pH-Wert von 7,36 ist also leicht alkalisch.
Was zur Übersäuerung führt
Die meisten Nahrungsmittel, die in der heutigen Zeit verzehrt werden, haben jedoch eher säurebildende Eigenschaften. Ein ständiger Konsum von Fleisch, Milch und Milchprodukten, verarbeiteten Lebensmitteln, alkoholfreien Getränken und Weißmehlprodukten führt also langfristig zu einer Übersäuerung des Körpers. Um diese Übersäuerung auszugleichen, sollte viel rohes Obst und Gemüse mit basenbildender Wirkung verzehrt werden.
Schleichender Raubau am eigenen Körper
Insgesamt kann beobachtet werden, dass jedoch gerade von Obst und Gemüse allgemein viel zu wenig konsumiert wird. Diese oft jahre- und jahrzehntelangen Ernährungsfehler wirken sich spätestens im Alter negativ aus. Der Raubbau am eigenen Körper macht sich nicht umgehend bemerkbar, sondern kann schleichend bis zu einem gewissen Punkt erfolgen. So schaden viele Menschen ihrem Körper über Jahre hinweg, ohne sich dessen bewusst zu sein und ohne die Auswirkungen direkt bemerken zu können.
Schleichende Übersäuerung
Denn die Übersäuerung des Blutes erfolgt nicht umgehend. Der Körper ergreift Gegenmaßnahmen und passt sich der ungeeigneten Ernährung an, indem er sich die benötigten basischen Stoffe, die ihm in der Ernährung fehlen, im Körper abbaut. So entzieht er die benötigten basischen Mineralstoffe wie z.B. Calcium, die der Ernährung fehlen, einfach aus dem eigenen Knochenmaterial, aus den Haaren oder aus den Zähnen.
Die Knochen werden schwächer
Damit wird zwar das unmittelbare Problem der Übersäuerung des Blutes gelöst, den Knochen fehlen jedoch wichtige Aufbaustoffe. Durch die fortdauernde Entmineralisierung werden die Knochen mit der Zeit schwächer und schwächer. Spätestens ab einem Alter von 50 oder 60 Jahren leiden die meisten Menschen, die sich stark säureüberschüssig ernähren, deshalb unter Osteoporose und sind anfällig für Knochenbrüche.
Krebs findet man nur in einem sauren Gewebe
Darüber hinaus birgt die Übersäuerung des Körpers noch weitere gesundheitliche Gefahren, denn viele Parasiten, Bakterien, Pilze und Viren können sich vor allem in einer sauren Umgebung gut vermehren und einnisten. Es konnte zudem beobachtet werden, dass vor allem Menschen mit einem pH-Wert von 4 oder 5 am häufigsten an Krebs erkranken. Da die Ernährungsgewohnheiten sich mit zunehmendem Wohlstand und zunehmender Industrialisierung stark verändert haben ist leider davon auszugehen, dass die Zahl der Krebserkrankungen in Zukunft noch weiter ansteigen wird.
bisher 3 Kommentare 15. Oktober 2009








