Glutamat ist giftig und macht abhängig
17.September 2010
Mononatriumglutamat, auch bekannt als Glutamat, ist ein sehr gebräuchlicher Zusatzstoff in Lebensmitteln. Es ist giftig und macht körperlich abhängig. Fast-Food-Konzerne und andere Lebensmittelhersteller benutzen Glutamat als „Geschmacksverstärker“, so dass die Konsumenten „abhängig“ von ihren Produkten werden und weiterhin Geld für mehr ausgeben. Wenn Menschen ungesunde Nahrungsmittel, die Glutamat enthalten, konsumieren, nehmen sie oft an Gewicht zu und fühlen sich träge, und manche erfahren sogar den „Glutamat-Symptom-Komplex“. Diese Symptome können Kopfschmerzen, Schmerzen in der Brust, Herzklopfen, Übelkeit und andere gesundheitliche Probleme beinhalten.
Obwohl Glutamat gewöhnlich mit chinesischem Essen, haltbar gemachten Nahrungsmitteln und salzigen Snacks in Verbindung gebracht wird, wird es auch häufig in Suppenwürfeln, Dosensuppen und –gemüse, Grillsaucen, Salatdressings und so gut wie jedem anderen haltbar gemachten Nahrungsmittel, dass Sie zu sich nehmen, gefunden. „Mononatriumglutamat“ oder „Glutamat“ werden mit großer Wahrscheinlich nicht auf der Liste an Zutaten eines Produktes zu finden sein. Es wird oft als Kalziumkaseinat, Gelatine, hydrolisierte pflanzliche Proteine, autolysierte Hefe, hydrolysierte Hefe, Hefeextrakt, Sojaextrakt, „Gewürze“ oder „natürliche Aromastoffe“ deklariert.
Giftige Fallen
Unglücklicherweise ist Glutamat nicht das einzige Gift, dem wir regelmäßig ausgesetzt sind. Giftige Substanzen sind überall enthalten, angefangen bei der Nahrung, die wir zu uns nehmen, über die Luft, die wir einatmen, das Wasser, in dem wir baden, bis hin zu den Produkten, mit denen wir putzen. Übliche Gifte beinhalten zum Beispiel PCD und andere Verbindungen aus der Industrie, Schwermetalle, Chlor und andere Chemikalien, Schimmelsporen, Antibiotika, Hormone, Dioxine und krebserregende Gifte, die in Milch und Fleisch gefunden wurden.
Wir nehmen Gifte auf und speichern sie in unserem Körperfett. Wenn Sie große Mengen an Giften einlagern, wird die Leber träge und kann nicht mehr richtig funktionieren. Als Resultat dessen hören Ihre Organe auf, Fett effektiv zu verbrennen, und Sie nehmen zu. Je mehr Gifte Sie in Ihrem Körper ansammeln, desto mehr nehmen sie an Gewicht zu. Und je mehr sie wiegen, desto mehr Gifte wird ihr Körper einlagern. Es ist ein Teufelskreis.
Der menschliche Körper ist für den Stoffwechsel geschaffen und Gifte „auszuspülen“, aber seitdem wir solche großen Mengen an Giften aufnehmen, ist unser überfordert und kann all die schädlichen Substanzen, die wir ansammeln, nicht mehr richtig verarbeiten und ausscheiden.
Einfache Wege um Ihr Leben giftfrei zu machen
Es mag als unmöglich erscheinen, Glutamat und andere giftige Substanzen zu meiden. Während es schwierig ist, Gifte komplett zu vermeiden, kann man aber die Menge an Giften, die man zu sich nimmt, enorm verringern, indem man organisches vegetarische Nahrungsmittel zu sich nimmt, vor allem frische und tiefgekühlte Produkte, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und andere gesunde und naturbelassene Nahrungsmittel.
Essen Sie ballaststoffreiche Nahrung, wie zum Beispiel Vollkornreis und biologisch angebaute Rüben, Radieschen, Artischocken, Kohl und Brokkoli, die als „entgiftende Nahrungsmittel“ bekannt sind. Weil organische Nahrungsmittel ohne den Gebrauch von Pestiziden und künstlichen Düngemitteln angebaut werden, nehmen Sie durch sie viel weniger Giftstoffe auf. Und da natürlich Früchte und Gemüse von Natur aus frei von Cholesterin und arm an gesättigten Fettsäuren sind, sind sie an sich schon viel gesünder.
Organisches Fleisch wird ohne jegliche Antibiotika oder Hormone zur Wachstumsförderung produziert. Trotzdem ist es nicht frei von schädlichen Dioxinen, weil Tiere Dioxine aus der Umwelt aufnehmen und in ihrem Fleisch lagern. Wenn Menschen tierische Produkte essen, nehmen sie diese Dioxine und andere Gifte auf, die sich in den Körpern der Tiere gebildet haben. Tatsächlich kommen 95 Prozent der Dioxine, denen der Mensch ausgesetzt ist, von dunklem Fleisch (Rind, Lamm, Reh usw.), Milchprodukten und Fisch. (Das „Institute of Medicine of the National Academies“ hat sogar Schulen dazu gedrängt, die Pläne für das Mittagessen so zu verändern, dass weniger tierische Fette enthalten sind, damit die Kinder nicht so vielen Dioxinen ausgesetzt sind.) Glücklicherweise sind Dioxine nicht in Korn, Bohnen, Früchten, Gemüse und anderen pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten.
Sie können Ihren Körper auch dabei unterstützen, Gifte auszuschwemmen, indem Sie Wasser und grünen Tee trinken, sowie Kräuter zu sich nehmen, die die Leber schützen, wie zum Beispiel Löwenzahnwurzel, Klette oder Mariendistel. Vitamin C hilft dem Körper dabei, Glutathion zu produzieren, einem Stoff in der Leber, der Gifte entfernt. So kann man also auch davon profitieren, Zitrusfrüchte, Kiwis, Spinat oder andere grüne Blattgemüsesorten zu sich zu nehmen, sowie auch andere Nahrungsmittel, die reich an Vitamin C sind. (Und es ist natürlich selbstverständlich, dass Sie sich fernhalten von höchst giftigen Stoffen wie Alkohol, Kaffee und Zigaretten!)
Um Ihr Leben noch weiter zu entgiften, wählen Sie lieber „grüne“ Putzmittel und natürliche Körperpflegeprodukte, anstatt solcher, die auf chemischen Mitteln basieren. Nur durch cleveres Einkaufen und kluge Ernährung können Sie die Menge an Giften, die Sie aufnehmen, drastisch reduzieren.
Und wenn Sie natürliche Produkte und organische, lokal angebaute Früchte und Gemüse kaufen, verringern Sie nicht nur die Menge an Giften, denen Sie ausgesetzt sind, sondern helfen damit auch noch den Landwirten und Firmen, die schon ein gesundes und nachhaltiges Leben fördern. Das alles hilft, Ihren Körper und Ihr Gewissen zu entgiften.
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1. Andrea | 20.Oktober 2010 at 22:18
Was ist der Unterschied zwischen Hefeextrakt und Glutamat?
von Verena Kampen (Dipl. oec.troph.)
Was ist Glutamat?
Bei Glutamat handelt es sich nicht um einen neu entwickelten Zusatzstoff der Ernährungsindustrie. Glutamat ist vielmehr ein Salz der Glutaminsäure – einem Eiweißbaustein (Aminosäure), der für den Energiestoffwechsel, die Immunabwehr und den Schutz der Darmschleimhaut wichtig ist. In der Biologie und der Medizin werden die Begriffe Glutaminsäure und Glutamat häufig als dasselbe betrachtet, da binnen Sekundenbruchteilen im Körper aus Glutaminsäure Glutamat gebildet wird und andersherum. Zum besseren Verständnis wird in diesem Artikel der Begriff Glutamat auch übergeordnet für Glutaminsäure verwendet.
Geschmacksverstärker sind nicht nur die Salze des Glutamats. Tatsächlich gibt es auch Inosinate und Guanylate, welche eine geschmacksverstärkende Wirkung in Lebensmitteln haben. Meistens handelt es sich bei dem Zusatzstoff jedoch um Mononatriumglutamat, eine Form des Glutamates. Gleichwohl existieren auch Monokaliumglutamat, Calciumdiglutamat, Monoammoniumglutamat oder Magnesiumdiglutamat. Die Art des Glutamates ist davon abhängig, mit welchem Salz es eine Verbindung eingeht. Das am häufigsten verwendete Mononatriumglutamat ist also aus der Reaktion von Glutamat mit Kochsalz (Natriumchlorid) entstanden.
Was ist Hefeextrakt?
Für die Herstellung von Hefeextrakt wird Hefe auf einem Nährboden kultiviert und später mit Kochsalz und Wasser versetzt. Anschließend wird diese Mischung für 12 Stunden auf ca. 40°C erhitzt. Die Hefezelle stirbt dabei ab und die zelleigenen Enzyme spalten das hefeeigene Eiweiß in seine Aminosäuren (Eiweißbausteine z. B. Glutamat) auf. Dieses Verfahren nennt sich Autolyse. Unverdauliche Zellreste der Hefe werden anschließend abzentrifugiert und der gewonnene Hefezellsaft im Vakuum so eingedampft, dass Geschmacksstoffe und Vitamine des B-Komplexes erhalten bleiben. Aufgrund seiner würzenden Eigenschaften wird der so gewonnene Hefeextrakt in Produkten – auch im Biowarenbereich – eingesetzt.
Was ist nun der Unterschied?
Der Geschmacksverstärker Glutamat wird häufig mit Hefeextrakt gleichgesetzt. Diese Behauptung ist falsch. Es handelt es sich bei dem Geschmacksverstärker um (Mono-)Natriumglutamat, ein einfacher Bestandteil des Hefeextraktes. Dieser enthält auch andere Aminosäuren (Eiweißbausteine) sowie B-Vitamine und Mineralstoffe. Glutamat wird dem Hefeextrakt also nicht beigemischt, sondern ist ein natürlicher Bestandteil davon.
Im Gegensatz zum natürlichen Glutamat im Hefeextrakt wird das künstlich hergestellte Glutamat mittels Mikroorganismen gewonnen und als Natriumglutamat den Lebensmitteln isoliert in großen Mengen zugesetzt. Es enthält somit auch keine weiteren Aminosäuren, Vitamine oder Mineralstoffe.
Glutamate kommen von Natur aus in unseren Lebensmitteln vor. Über die Nahrung nehmen wir täglich zwischen 8 bis 12 g Glutamat auf, sowohl als freies Glutamat (ungebunden) als auch gebundenes Glutamat (als Bestandteil von Proteinen). Rund ein Gramm des aufgenommenen freien Glutamates kommt aus Gemüse, Käse und Wurstwaren. Speziell fermentierte Lebensmittel enthalten durch den Eiweißabbau während der Verarbeitung etwas mehr Glutamat als das Ausgangsprodukt: Käse mehr als Milch, Sojasauce mehr als Soja und Hefeextrakt mehr als Hefe. Enthalten diese Lebensmittel eine große Menge Kochsalz (Natriumchlorid), liegt ein Teil des gebildeten Glutamats als Natriumglutamat vor. Auch während des Reifungsprozesses von Lebensmitteln bildet sich Glutamat, z. B. bei der Reifung von Käse oder Tomaten.
12.07.2010
Tags: Geschmacksverstärker, Glutamat, Glutaminsäure, Hefeextrakt
Kategorie: Allgemein
…so und was ist nun richtig?…ist Hefeextrakt unbedingt zu vermeiden?
Danke, falls sich jemand auskennt und antwortet
Zentrum der Gesundheit:
Liebe Andrea,
vielen lieben Dank für Ihren Beitrag. Es stimmt natürlich, dass reines im Labor mit Hilfe von Mikroorganismen gewonnenes Glutamat nicht identisch ist mit Hefeextrakt, der mit Hilfe von Hefezellen gewonnen wurde. Allerdings sind auch Hefezellen Mikroorganismen, so dass der Satz der von Ihnen zitierten Oecotrophologin “Im Gegensatz zum natürlichen Glutamat im Hefeextrakt wird das künstlich hergestellte Glutamat mittels Mikroorganismen gewonnen…” etwas verwirrend ist.
Zur Entwirrung: Reines Glutamat ist nicht gleich Hefeextrakt. Man setzt einem Hefeextrakt auch kein reines im Labor gewonnenes Glutamat zu. Aber das “auf natürliche Weise aus Hefezellen entstandene” Glutamat im Hefeextrakt ist chemisch identisch mit reinem Glutamat. Hefeextrakt ist – gerade, wenn man den Herstellungsprozess betrachtet – kein natürliches Lebensmittel mehr wie z. B. die erwähnten Tomaten. Der natürliche Glutamatgehalt in Tomaten ist nicht mit dem konzentrierten, erst durch industrielle Verarbeitung entstandenen Glutamat in Hefeprodukten zu vergleichen. Das zeigt schon der Umstand, dass die wenigsten Leute Tomaten roh und ungewürzt essen möchten, was bei einem mit Hefeprodukten vergleichbaren Glutamatgehalt aber eigentlich der Fall sein müsste.
Bei Hefeprodukten handelt es sich also um konzentrierte, verarbeitete und erhitzte Produkte mit starkem Geschmack. Der Geschmack ist – dank des “natürlichen” Glutamats – so stark und vor allem für die meisten Menschen so lecker, dass sie von den mit Hefeextrakt gewürzten Speisen mehr essen als ihrem Körper gut tun würde. Ob die außerdem enthaltenen genannten Vitalstoffe dabei so ausschlaggebend sind und die negative Wirkung einer unverhältnismäßig großen Glutamataufnahme kompensieren können, darf bezweifelt werden. Wir empfehlen nach wie vor mit frischen oder getrockneten Kräutern, natürlichen Gewürzen und Stein-, Meer- oder Kräutersalz zu würzen und eine regelmäßige Verwendung von Hefeprodukten lieber zu meiden.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
2. FUE Haartransplantation | 02.Februar 2011 at 12:41
Es wird immer schwieriger genau zu wissen was man wirklich auf dem teller kriegt.
Ich finde es nicht normal dass man für jedes produkt eine halbe stunde die Liste an Zutaten kontrollieren muss.
Und was sollte man sich mit “natürliche Aromastoffe“ vorstellen… Klingt doch ganz nett
Sowas ist echt Betrug.
Danke für die Infos und Liebe Grüße.
3. Shivani Allgaier | 17.Oktober 2011 at 15:03
Was mich überzeugt ist die Reaktion meines Körpers – der will beides nicht – kein Hefeextrakt und auch kein Monoglutamat. Wir er das macht, erspare ich Ihnen, aber er ist da rigoros. Dem ist es ganz egal wie das Zeugs heißt und ich höre mittlerweile darauf und verschone ihn damit. Bestürzt war ich vor kurzem, als ich laß, wie das Glutamat gewonnen wird: Es ist ja ganz normaler Bestandteil unseres Nervensystems (ein Neurotransmitter). Und dort wird er auch gewonnen. Zusammen mit Salzsäure werden Tierleichen aufgekocht und das Glutamat mit Hilfe von noch mehr Chemie extrahiert…! Prost Mahlzeit. Zum Glück bin ich Vegetarierin und mein Körper zeigt mir, was er nicht haben will.
4. geburtig | 19.April 2012 at 10:22
bin schokiert mit welchen mitteln die industrie uns krank macht.
essen schon seit jahren keine wurst sehr wenig fleisch, nur
noch bio-produkte.
5. TelefonButler | 22.April 2012 at 13:59
Interessante Info über das Wundergewürz Vegeta aus Kroatien.
Frage: welche Alternative gibt es wenn man auf die “Balkanküche” nicht verzichten kann?
Ideal ich wüsste die Zutaten, zumindestens Ansatzweise die zur Produktion von Vegeta benötigt werden.
Ich frage mich, vor Vegeta haben die Leute in Kroationen doch auch gewürzt. Es müsste doch alte Rezepte geben?
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