Stillen schützt vor Brustkrebs
25.Februar 2011
Nach einer Studie, die von Forschern der University of North Carolina Chapel Hill durchgeführt und später im Fachblatt Archives of Internal Medicine veröffentlicht wurde, erkranken Frauen, die ihre Säuglinge stillen, deutlich seltener an Brustkrebs als Frauen, die ihre Babys nicht gestillt haben.
Neben den erheblichen Vorteilen, die es für den Säugling selbst mit sich bringt, konnte nachgewiesen werden, dass das Stillen einen ebenso positiven Effekt auf die Gesundheit der Mutter hat. Hierzu zählt das verminderte Risiko an Ovarialkarzinomen, Osteoporose, hohem Blutdruck und unterschiedlichen Herzleiden zu erkranken.
Die Wissenschaftler untersuchten für die Studie die Krankenakten von 60.075 Krankenschwestern, die detaillierte Informationen über ihre medizinische Vorgeschichte und ihr Stillverhalten im Zuge der zweiten Harvard Nurses’ Health Study im Jahr 1997 abgegeben hatten.
Im Gegensatz zu vorherigen Studien, die jeweils aufzeigten, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Stillen und einem niedrigeren Krebsrisiko gäbe, konnte die kürzlich durchgeführte Untersuchung zunächst keine nennenswerten positiven Auswirkungen für Frauen vor der Menopause feststellen.
Als die Forscher jedoch nur jene Frauen genauer unter die Lupe nahmen, die in ihrer Familie eine Brustkrebsgeschichte aufwiesen, konnten sie einen bemerkenswert Trend ausmachen: Auch diese erblich vorbelasteten Frauen hatten ein um 59% niedrigeres Risiko an Brustkrebs zu erkranken, im Vergleich zu jenen Frauen, die nicht gestillt haben.
“Ich war ziemlich verwundert”, erklärte die Forschungsleiterin Alison M. Stuebe. „Hierbei handelt es sich um eine eindrucksvolle Reduzierung der Risikogruppe. Andere Studien hatten entweder nicht darauf geachtet, oder bezogen nicht genügend Frauen in die Untersuchung mit ein, die eine entsprechende Krankheitsgeschichte in ihrer Familie aufweisen konnten, um einen statistisch signifikanten Unterschied auszumachen.
Stuebe bemerkte zudem: Sollten sich die Ergebnisse der Studie als haltbar erweisen, so könne das Stillen das Krebsrisiko ebenso effektiv senken, wie Medikamente, die als Präventivmaßnahme an Frauen verschrieben werden, die dieser Risikogruppe angehören.
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