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In Ländern mit öffentlichen Brustkrebs-Screening-Programmen wird statistisch bei einer von drei Frauen, denen Brustkrebs diagnostiziert wird, ein Krebs festgestellt, der bei den jeweiligen Patientinnen niemals jedwede Symptome ausgebildet hätte, bevor die betreffende Frau an anderen Gründen gestorben wäre. Dies enthüllte eine neue Studie.
?Krebs-Screenings können zu einer früheren Entdeckung von tödlichen Krebserkrankungen führen, gleichzeitig aber auch harmlose Erkrankungen feststellen, die weder tödlich enden würden, noch irgendwelche Symptome aufzeigen würden,? schrieben die Forscher des Nordic Cochrane Center in Dänemark im Fachmagazin British Medical Journal.
?Die Entdeckung solcher Krebserkrankungen, die im verbleibenden Leben der betreffenden Person niemals wären festgestellt worden, nennt man Overdiagnosis (dt. etwa: Übertriebene Diagnose/Überdiagnose), und ebendiese Krebsleiden sind nur für jene Menschen gefährlich, die ?überdiagnostiziert? wurden.?
Forscher analysierten die Diagnoseraten von Brustkrebs bei sowohl nicht gescreenten wie auch gescreenten Frauen in Australien, Kanada, Norwegen, Schweden und im Vereinigten Königreich über mindestens sieben Jahre und nachdem die öffentlich geförderten Screening-Programme in den jeweiligen Ländern begannen. Wie erwartet stellten sie einen Anstieg der Brustkrebsdiagnosen fest, sobald die Screening-Programme in den Staaten begonnen hatten. Die Brustkrebs-Raten bei älteren Frauen nahmen jedoch nicht dementsprechend ab ? was gleichbedeutend damit ist, dass die Screenings, anstatt Krebserkrankungen früh zu erkennen, bloß Krebs festgestellt haben, der andernfalls niemals erkennbare Auswirkungen auf das Leben der Frauen gehabt hätte.
Bei der Untersuchung aller Sorten von Brustkrebs hatte die Rate der Überdiagnosen nach der Einführung der Screening-Programme eine Spannweite von 46% (in Schweden) bis zu 59% (in Kanada) ? bei einer durchschnittlichen Quote von 52%. Bei den invasiven Fällen ? wo der Krebs sich über das Brustgewebe hinaus ausgebreitet und einen wahrscheinlicheren tödlichen Ausgang hat ? und daher mit größerer Wahrscheinlichkeit auch aggressiver zu behandeln ist ? lag die durchschnittliche Überdiagnostizierung immer noch bei 35%; anders gesagt bei mehr als einem in drei Fällen.
Dies war bereits das zweite Mal, dass dieses Forschungsteam Hinweise darauf gefunden hat, dass das Thema ?Überdiagnose? eine ernstzunehmende Folge öffentlich geförderter Screening-Programme ist.
?[Die Studie] bedeutet, dass Krebs-Screenings ? in diesem Fall für Brustkrebs ? ein größeres Problem darstellen, als bisher angenommen,? schrieb Gilbert Welch vom Dartmouth Institute for Health Policy in einem begleitenden Editorial. ?Zwar haben die Screenings den Vorteil, manchen Frauen zu helfen, aber ebenso beinhalten sie die Konsequenz, dass andere Frauen unnötigerweise gegen Krebs behandelt werden, und das ist keineswegs ein trivialer Umstand.?
Da keine Tests existieren, die eine genaue Prognose ermöglichen, wie aggressiv oder gefährlich eine Krebserkrankung sein wird, werden alle Frauen, denen Brustkrebs diagnostiziert wird, in dieselben Behandlungsprogramme eingeordnet, von denen viele ? wie beispielsweise Chemotherapie, Bestrahlung und Brustoperation ? ernsthafte und sogar gefährliche Nebenwirkungen mit sich bringen.
Befürworter der Screenings bestehen darauf, dass die Vorteile des Screenings immer noch die Risiken von Überdiagnosen aufwiegen würden.
?Ohne Screenings würden die Frauen sich der Aussicht gegenübersehen, auf sichtbare Symptome des Krebses wie Geschwülste warten zu müssen, bevor die Behandlung beginnen könnte,? erklärte Emma Pennery vom Breast Cancer Care.
Sarah Cant von Breakthrough Breast Cancer stimmte zu, wies aber daraufhin, dass Frauen ein eindeutiges Informationsgespräch über das Screening erhalten müssten, damit sie in der Lage seien, eine wohl informierte Entscheidung zu treffen.
Welch glaubt ebenfalls, dass eine verbesserte Aufklärung essentiell sei, und regte an, dass Ärzte ihren Patientinnen eine einfache Statistik zeigen sollten, die die relativen Risiken und positiven Auswirkungen der Behandlung gegenüberstellt, wobei diese Statistik auf das jeweilige Krankheits- und Risikoprofil der Patientin zugeschnitten sein müsste.
?Die Mammographie hilft zweifellos einigen Frauen, aber sie schädigt andere,? sagte er. ?Es gibt keine richtige Antwort, es handelt sich eher um eine vollkommen persönliche Entscheidung.?
14. Januar 2010
Im Volksmund ist häufig zu hören, dass der Konsum von Milchprodukten wichtig für den Aufbau gesunder Knochen sei, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Dies ist nur insofern richtig, da in Milchprodukten Calcium vorhanden ist, das tatsächlich für den Knochenaufbau benötigt wird. Calcium ist jedoch nicht nur in der Milch enthalten, sondern auch in hohem Maße in grünem Blattgemüse, in Mandeln, Sesam und getrockneten Feigen.
Übermäßiger Konsum entmineralisiert
Vor dem übermäßigen Konsum von Milchprodukten sollte man sich jedoch hüten: In der Praxis trägt ein zu hoher Milchkonsum zu einer Übersäuerung des Körpers bei. Diese Übersäuerung führt wiederum zu einer Entmineralisierung der Knochen und kann dadurch zu vielerlei verschiedenen Krankheiten führen. Am bekanntesten ist in diesem Zusammenhang die Osteoporose. Doch wie kommt es zu einer Entmineralisierung?
Die pH-Werte
Der Säuregehalt im Körper wird mittels der pH-Skala und der pH-Werte bewertet. Die Zahl 7 bezeichnet auf der pH-Skala einen neutralen Wert. Alle Werte über 7 werden als alkalisch bezeichnet, alle Werte unter 7 als sauer. Das gesunde menschliche Blut hat im Idealfall einen konstanten pH-Wert von 7,36 ist also leicht alkalisch.
Was zur Übersäuerung führt
Die meisten Nahrungsmittel, die in der heutigen Zeit verzehrt werden, haben jedoch eher säurebildende Eigenschaften. Ein ständiger Konsum von Fleisch, Milch und Milchprodukten, verarbeiteten Lebensmitteln, alkoholfreien Getränken und Weißmehlprodukten führt also langfristig zu einer Übersäuerung des Körpers. Um diese Übersäuerung auszugleichen, sollte viel rohes Obst und Gemüse mit basenbildender Wirkung verzehrt werden.
Schleichender Raubau am eigenen Körper
Insgesamt kann beobachtet werden, dass jedoch gerade von Obst und Gemüse allgemein viel zu wenig konsumiert wird. Diese oft jahre- und jahrzehntelangen Ernährungsfehler wirken sich spätestens im Alter negativ aus. Der Raubbau am eigenen Körper macht sich nicht umgehend bemerkbar, sondern kann schleichend bis zu einem gewissen Punkt erfolgen. So schaden viele Menschen ihrem Körper über Jahre hinweg, ohne sich dessen bewusst zu sein und ohne die Auswirkungen direkt bemerken zu können.
Schleichende Übersäuerung
Denn die Übersäuerung des Blutes erfolgt nicht umgehend. Der Körper ergreift Gegenmaßnahmen und passt sich der ungeeigneten Ernährung an, indem er sich die benötigten basischen Stoffe, die ihm in der Ernährung fehlen, im Körper abbaut. So entzieht er die benötigten basischen Mineralstoffe wie z.B. Calcium, die der Ernährung fehlen, einfach aus dem eigenen Knochenmaterial, aus den Haaren oder aus den Zähnen.
Die Knochen werden schwächer
Damit wird zwar das unmittelbare Problem der Übersäuerung des Blutes gelöst, den Knochen fehlen jedoch wichtige Aufbaustoffe. Durch die fortdauernde Entmineralisierung werden die Knochen mit der Zeit schwächer und schwächer. Spätestens ab einem Alter von 50 oder 60 Jahren leiden die meisten Menschen, die sich stark säureüberschüssig ernähren, deshalb unter Osteoporose und sind anfällig für Knochenbrüche.
Krebs findet man nur in einem sauren Gewebe
Darüber hinaus birgt die Übersäuerung des Körpers noch weitere gesundheitliche Gefahren, denn viele Parasiten, Bakterien, Pilze und Viren können sich vor allem in einer sauren Umgebung gut vermehren und einnisten. Es konnte zudem beobachtet werden, dass vor allem Menschen mit einem pH-Wert von 4 oder 5 am häufigsten an Krebs erkranken. Da die Ernährungsgewohnheiten sich mit zunehmendem Wohlstand und zunehmender Industrialisierung stark verändert haben ist leider davon auszugehen, dass die Zahl der Krebserkrankungen in Zukunft noch weiter ansteigen wird.
15. Oktober 2009
Die Überschrift ?Hautkrebs durch Sonnenlicht – ein Mythos? erscheint kühn. Aber die wissenschaftliche Literatur spricht im Gegensatz zu pseudowissenschaftlichen Publikationen eine klare Sprache. Die Behauptung ist unhaltbar, UV-Strahlung verursache Hautkrebs und die Sonne sei zu meiden. An diesem Irrtum ändert sich auch nichts, wenn er beständig in Zeitungen und Büchern wiederholt wird, im Fernsehen und Radio, auf Schulen und Universitäten. Die Meinung der Masse ist noch lange kein Beleg für die Wahrheit. ?Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle unrecht haben,? sagt Bertrand Russell.
mehr lesen... 02. Oktober 2007
Neben den unterschiedlichen Krebstherapien ist es wichtig, Möglichkeiten der Vorbeugung zu berücksichtigen. Hierzu gehören neben den bekannten Vorsorgeuntersuchungen ein gesunder Lebenswandel, Bewegung, Stressreduzierung und Vermeidung von Übergewicht. Speziell bei der Ernährung kann jedermann aktiv Krebsprophylaxe betreiben. Es lassen sich zwei Bereiche unterscheiden.
mehr lesen... 13. Juli 2007
Es gab Zeiten, da wurden Menschen von Birgitt Stark mit einer Krebserkrankung nicht in eine Versicherung aufgenommen, bzw. Krebs war einfach nicht versicherbar. Diese Zeiten sind wahrlich vorbei. Leider ist der Grund, dass sich Krebs als Zivilisationskrankheit etabliert hat. In seiner Vielfältigkeit lässt Krebs nichts zu wünschen übrig. Allerdings haben sich auch die Methoden, dagegen anzugehen, geändert. Von novellierten klassischen Methoden bis zu alternativen Methoden ist das Angebot, doch wieder gesund zu werden, inzwischen sehr vielfältig. Auch wenn sich die Schulmedizin nach wie vor vehement gegen reine Naturheilverfahren wehrt, hat sie ob der gerätemedizinischen Möglichkeiten Vorteile erkannt und nutzt diese auch.
mehr lesen... 13. Juli 2007
Patienten sollten auch bei schweren Krankheiten so regelmäßig wie möglich Sport treiben. Professor Horst Michne von der Technischen Universität München empfiehlt in der Deutschen Zeitschrift fur Onkologie Walking und Übungen auf dem Heimtrainer.
mehr lesen... 12. Juni 2006
Im Jahre 1902 verfasste John Beard, Professor der Embryologie an der Universität von Edinburgh einen Artikel für die medizinische Zeitschrift “Lancet”. Er konstatierte darin, dass sich Krebszellen und gewisse präembryonale Zellen, die Trophoblasten, deren Auftreten im Frühstadium der Schwangerschaft normal ist, nicht voneinander unterscheiden.
In seinen umfangreichen Forschungen gelangte Dr. Beard zum Ergebnis, dass Krebs und Trophoblast identisch sind.
mehr lesen... 11. April 2006